Stornoway - Beachcomber`s Windowsill
>> Mittwoch, 23. März 2011
Nachdem die Platte mittlerweile schon ein paar Monate alt ist, ich sie in den letzten Wochen aber wieder vergessen habe, ist sie dieser Tage durch Zufall wieder im Autoradio gelandet und hat mich wider Erwarten doch wieder gefesselt.
Ein paar Worte zur Band: Stornoway sind eine Band aus dem englischen Oxford und haben ihre musikalischen Wurzeln irgendwo zwischen Folk und Alternative. Ihr Debütalbum
"Beachcomber`s Windowsill", um das es hier gehen soll, ist bereits im Mai vergangenen Jahres veröffentlicht worden.
Der Album-Opener "Zorbing" besticht gleich mit der grandiosen Stimme des Frontsängers gepaart mit dem mehrstimmigen Gesang im Hintergrund. Werden da Erinnerungen wach? Wer die Parallelen zu den Fleet Foxes um Robin Pecknold überhört, hat wahrscheinlich nicht die besten Ohren. Anders als bei den amerikanischen Folkloristen, die kaum auf wenig mehr als Gitarrenunterstützung setzen, hört man hier auch eine fröhlich jauchzende Trompete trällern. Alles in allem schonmal ein sehr guter Start und ein sehr ordentlicher Ohrwurm. Anschließend verflacht das Album allerdings etwas, wobei sich die Parallelen von Fleet Foxes und Stornoway immer mehr verschwinden, da sich der Sound immer
deutlicher voneinander unterscheidet. Schlecht wird es keinesfalls, aber im Vergleich zum Introtrack wird es ein bisschen zu langatmig und schwerfällig. "Boats and Trains" weiß dann aber schon wieder richtig gut zu gefallen und läutet die zweite Hälfte perfekt ein. Nashville-like geht es dann in "We are the Battery Human" weiter, welcher die Vernarrtheit der jungen Generation in Smartphones, iPads, Computer bzw. das ganze Internet anprangert, um letztlich eine Befreiung von der Akku-Generation herauf zu beschwören.
Das nächste Highlight "Watching Birds" geht dann wesentlich schneller und lauter zu Gange und frisst sich regelrecht in die Gehörgänge. Anschließend sackt es wieder ein wenig ab und es geht ruhiger und sachlicher dem Ende entgegen.
Das Fazit fällt mir ein bisschen schwer. Eine Hälfte finde ich zu schwerfällig, ohne schlecht zu sein, die andere Hälfte wiederum absolut grandios. Also im ganzen doch ganz gut.





0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen